MR SialographieFührt nicht die Entzündung einer Speicheldrüse den Patienten zum Arzt, so ist es häufig ein derber Knoten im Mundboden, der dem Patienten selbst oder seinem Zahnarzt auffällt. Eine genauere Begutachtung durch einen Fachmann ist in diesem Fall unerlässlich, da es sich dabei auch um einen Tumor handeln könnte. Der Arzt stellt dann mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung eine erste Diagnose. Zur Darstellung des Gangsystems oder eines Steines kann eine so genannte Sialographie vorgenommen werden. Dabei wird in den Ausführungsgang der Drüse eine kontrastgebende Flüssigkeit gespritzt. Diese breitet sich im Gangsystem der Drüse aus und kann auf einem Röntgenbild sichtbar gemacht werden. Veränderungen des Kalibers oder ein Hindernis, seien es nun ein Speichelstein oder eine Engstelle des Ganges, können so besser beurteilt werden. Besteht gleichzeitig der Verdacht auf eine chronische Erkrankung der Speicheldrüsen, können weitere Untersuchungsmethoden wie die Magnetresonanztomographie zur richtigen Diagnose führen.

Mit diesen Methoden können aber nur Steine mit einem Durchmesser von mehr als 2mm abgebildet werden. Die endoskopische Inspektion des Gangsystems erlaubt es hingegen, auch kleinste Steine zu erkennen und sie von Engstellen und kleinen Polypen sicher zu unterscheiden.