Die interventionelle Sialendoskopie erlaubt es, Speichelsteine endoskopisch zu entfernen und gezielt Engstellen des Gangsystems aufzudehnen. Der Endoskopschaft, der hierzu verwendet wird, besitzt zusätzlich zum Spülkanal einen 0,65 mm im Durchmesser haltenden Arbeitskanal, durch den verschiedenste Instrumente in den Gang eingeführt werden können. Ein kleiner Fangkorb und eine Lasersonde sind die am häufigsten verwendeten Mikroinstrumente.  

Speichelsteinentfernung

  

Speichelsteine mit einem Durchmesser von 3-4 mm können mit Hilfe des Drahtkörbchens aus dem Ausführungsgang gezogen werden. Größere Steine werden vorher mit Hilfe des Holmium:YAG-Lasers unter Sicht zertrümmert und dann die Fragmente einzeln geborgen.

Speichelsteinzertrümmerung

 

Ist der Stein größer als 3 bis 4mm, wird er über einen kleinen Schnitt im Mundboden geborgen. Der Ausführungsgang der Drüse wird anschließend wieder rekonstruiert und mit einem dünnen Silikonröhrchen geschient. 

Stenosedehnung mit Ballonkatheter

 

Diese endoskopisch-chirurgischen Eingriffe erfolgen meist in Vollnarkose. Nach dem Eingriff soll der Patient viel trinken und den Speichelfluss anregen, um die nun freien Speichelgänge gut durchzuspülen. Die Speicheldrüse funktioniert nach einer Erholungsphase meist wieder völlig normal und konnte erhalten bleiben.